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Vom Schmerz, loszulassen
Ich schreibe gerne über Dortland und seine Bewohner. Manchen nähere ich mich über das Schreiben auch überhaupt erst an. Doch schafft es nicht jeder Text ins Buch. Selbst wenn er ursprünglich genau dafür geschrieben wurde. Denn manche Texte bleiben nach dem Schreiben genau das: Annäherungen an einen Charakter, die Welt oder eine Szene. Dennoch ist kein Text wirklich umsonst – und ganz sicher nicht nutzlos. Aber nicht jeder Text sollte das Licht der Öffentlichkeit erblicken.
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Was unter einer Figur verborgen liegt
Neulich beschäftigte ich mich mit einem meiner Bösewichte und merkte, dass er noch zu glatt war. Denn er blieb an der Oberfläche, war einfach nur böse. Ich verstand, was er tat, aber nicht, was ihn dazu motivierte. Das wurmte mich und ich begann, über ihn zu schreiben. Nicht im Manuskript, sondern auf einem separaten Blatt. Bloß, um ihn kennenzulernen, um zu erfahren, welche Geschichten aus seiner Vergangenheit ihn antreiben. Denn auch Figuren sind oft wie Eisberge: Das, was an der Oberfläche sichtbar ist, ist nur ein Teil des Ganzen. Oft sogar nur der kleinere. Unter der (Wasser)Oberfläche verbirgt sich weit mehr. Erfahrungen, Verletzungen, Erinnerungen und Dinge, die sie gerne vergessen…
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Der Zettel in der Nachttischschublade
Ich wollte schreiben, seit ich Bücher lesen konnte. Doch worüber? An diesem Punkt endete meine Vorstellung von mir als Autorin. Welches Thema lag für mich auf der Straße? Worüber könnte ich bloß schreiben? Nichts bot sich mir an.