Neues aus Dortland

Texte aus und über die Welt der Dortland-Saga: Fragmente, Gedanken und Geschichten.

  • Fantasy mit Tiefe – warum ich eine ruhige Fantasy-Saga schreibe

    Mein erstes Buch war fertig – ich hatte mir bewiesen, dass ich einen Roman schreiben kann. Und ich hatte Feuer gefangen: Schreiben, Figuren und Szenen zum Leben erwecken bereitet mir Freude und ich wollte mehr davon. (Über mein erstes Romanprojekt erzähle ich hier) Ein Rat, den ich bei Schreibseminaren aufgeschnappt und für klug befunden hatte, lautete: Schreibe in dem Genre, das du selbst gerne liest. Das klang logisch und hatte sich mir indirekt ja bestätigt: Mein erster Roman war als Thriller geplant – doch während des Schreibens merkte ich, dass ich mich innerlich längst einem anderen Genre zugewandt hatte. Das wollte ich diesmal von Anfang an besser machen.

  • Was unter einer Figur verborgen liegt

    Neulich beschäftigte ich mich mit einem meiner Bösewichte und merkte, dass er noch zu glatt war. Denn er blieb an der Oberfläche, war einfach nur böse. Ich verstand, was er tat, aber nicht, was ihn dazu motivierte. Das wurmte mich und ich begann, über ihn zu schreiben. Nicht im Manuskript, sondern auf einem separaten Blatt. Bloß, um ihn kennenzulernen, um zu erfahren, welche Geschichten aus seiner Vergangenheit ihn antreiben. Denn auch Figuren sind oft wie Eisberge: Das, was an der Oberfläche sichtbar ist, ist nur ein Teil des Ganzen. Oft sogar nur der kleinere. Unter der (Wasser)Oberfläche verbirgt sich weit mehr. Erfahrungen, Verletzungen, Erinnerungen und Dinge, die sie gerne vergessen…