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Was unter einer Figur verborgen liegt
Neulich beschäftigte ich mich mit einem meiner Bösewichte und merkte, dass er noch zu glatt war. Denn er blieb an der Oberfläche, war einfach nur böse. Ich verstand, was er tat, aber nicht, was ihn dazu motivierte. Das wurmte mich und ich begann, über ihn zu schreiben. Nicht im Manuskript, sondern auf einem separaten Blatt. Bloß, um ihn kennenzulernen, um zu erfahren, welche Geschichten aus seiner Vergangenheit ihn antreiben. Denn auch Figuren sind oft wie Eisberge: Das, was an der Oberfläche sichtbar ist, ist nur ein Teil des Ganzen. Oft sogar nur der kleinere. Unter der (Wasser)Oberfläche verbirgt sich weit mehr. Erfahrungen, Verletzungen, Erinnerungen und Dinge, die sie gerne vergessen…
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Als die Geschichte nicht mehr weiter wollte
Beim Schreiben meines ersten Romans ist es mir mittendrin passiert: die Geschichte wollte sich nicht mehr weitererzählen lassen. Das war keine schöne Erfahrung. Aber für mich ist sie zu einer wichtigen Erinnerung geworden. Denn ich fand einen guten Weg aus meiner damaligen Sackgasse und greife gerne darauf zurück, wenn mein Schreiben ins Stocken gerät. In „Wer schreiben will, … muss schreiben!“ berichtete ich bereits von meiner ersten Romanidee. Von der, die 20 Jahre auf einem kleinen Notizzettel in meinem Nachttisch ausharren musste, bis ich sie endlich ernst nahm und mit dem Schreiben begann. Mein Schreiben zehrte von diesen Notizen. Und dennoch kam es ins Stocken, als ich in der Umsetzung…
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Der Zettel in der Nachttischschublade
Ich wollte schreiben, seit ich Bücher lesen konnte. Doch worüber? An diesem Punkt endete meine Vorstellung von mir als Autorin. Welches Thema lag für mich auf der Straße? Worüber könnte ich bloß schreiben? Nichts bot sich mir an.