• Kill your Darlings

    Nicht jeder Text schafft es ins Buch. Selbst wenn er genau dafür geschrieben wurde. Manche Texte entpuppen sich nach dem Schreiben als bloße Schreibübungen, oder Annäherungen an einen Charakter, die Welt oder eine Szene. Kein Text ist wirklich umsonst – und ganz sicher nicht nutzlos. Aber nicht jeder Text sollte das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

  • Die vielen Schichten einer Figur

    Spitze des Eisbergs (1) Der Vergleich mit einem Eisberg wird in Schreibratgebern oft bemüht, wenn es darum geht, die Wichtigkeit der sogenannten „Backstory“, eines Charakters zu bemühen. Mir kam sie neulich in den Sinn, als ich über einen meiner Bösewichte grübelte. Er ist noch zu platt, denn er ist einfach nur böse. Das wurmte mich und ich begann, über ihn zu schreiben. Nicht im Manuskript, sondern auf einem separaten Blatt. Einfach, um ihn kennenzulernen, um seine Hintergrund-Geschichte zu erforschen. – Ja, es gibt auch ein deutsches Wort für Backstory.

  • Wer schreiben will, … muss schreiben!

    Wie es zu meinem ersten Buchprojekt kam, ist das beste Beispiel für die scheinbar paradox klingende Aussage „wer schreiben will, muss schreiben“. Ich wollte schreiben, seit ich Bücher lesen konnte. Doch worüber? An diesem Punkt endete meine Vorstellung von mir als Autorin. Welches Thema lag für mich auf der Straße? Worüber könnte ich bloß schreiben? Nichts bot sich mir an.