Zwischen den Geschichten
Gedanken rund um Geschichten, Figuren und das langsame Sichtbarwerden einer Welt.
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Der Zettel in der Nachttischschublade
Ich wollte schreiben, seit ich Bücher lesen konnte. Doch worüber? An diesem Punkt endete meine Vorstellung von mir als Autorin. Welches Thema lag für mich auf der Straße? Worüber könnte ich bloß schreiben? Nichts bot sich mir an.
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Erfinden oder finden?
In Momenten des Schreibens, wenn ich Fragmente habe, die weitergesponnen werden wollen, komme ich ab und an ins Grübeln: Geht es wirklich darum, etwas zu erfinden – oder bin ich als Autorin nicht eher auf der Suche nach der Idee, die irgendwo bereits existiert? Man könnte es vergleichen mit einer Archäologin, die ein Artefakt freilegt, das bisher nur in Umrissen aus der Erde ragt. Vorsichtig, Stück für Stück, bis es sichtbar wird.